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08-05-19-KG nach Kündigung

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Bayerisches Landessozialgericht: Anspruch auf Krankengeld bleibt auch nach Kündigung bestehen -
Verliert ein freiwillig versicherter Arbeitnehmer während einer Arbeitsunfähigkeit seinen Job, so behält er dennoch seinen Krankengeldanspruch.

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten bei Arbeitsunfähigkeit auch nach einer Kündigung weiter Krankengeld. Das geht aus einem kürzlich bekannt gegebenen Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts in München hervor (Az.: L 4 KR 268/06). Demnach hängt der Anspruch auf Krankengeld nicht davon ab, ob Versicherte während ihrer Arbeitsunfähigkeit durchgehend beschäftigt sind. Vielmehr reicht es aus, wenn zu Beginn der Erkrankung ein Arbeitsverhältnis besteht.

In dem Fall hatte eine Krankenkasse in Bayern einem freiwillig Versicherten die Zahlung verweigert, nachdem er von seiner Firma entlassen worden war. Zur Begründung hieß es, ein Krankengeldanspruch bestehe für diese Gruppe von Versicherten nur während der Dauer eines Beschäftigungsverhältnisses. Die Richter sahen das jedoch als unzulässig an, da die Regelung dem Grundgedanken der wirtschaftlichen Absicherung im Krankheitsfall widerspricht. Dem Versicherten stehe daher Krankengeld für die gesamte Zeit seiner Arbeitsunfähigkeit zu.

Auch wenn hier nicht über den Anspruch eines Pflichtversicherten entschieden wurde, gilt für diesen Personenkreis der gleiche Grundsatz.

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